Hilfe

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Hil|fe ['hɪlfə], die; -, -n:
1. das Helfen; das Tätigwerden zu jmds. Unterstützung:
nachbarliche, ärztliche, finanzielle Hilfe; er hat es ohne fremde Hilfe geschafft; Hilfe in der Not; Hilfe zur Selbsthilfe; Hilfe leisten; jmdn. um Hilfe bitten; um Hilfe rufen; niemand kam dem Verunglückten zu Hilfe.
Syn.: Beistand, Stütze.
Zus.: Geburtshilfe, Lernhilfe, Nachbarschaftshilfe, Orientierungshilfe, Soforthilfe, Starthilfe.
2. finanzielle Unterstützung:
Hilfen bereitstellen; mit staatlicher Hilfe.
Syn.: Zuwendung.
3. Person, die für Arbeiten in einem Haushalt, Geschäft angestellt ist:
die Frau braucht eine Hilfe für den Haushalt.
Syn.: Helfer, Helferin.
Zus.: Haushaltshilfe, Küchenhilfe, Putzhilfe.

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Hịl|fe 〈f. 19
1. Beistand, Unterstützung, Mitwirkung, Förderung
3. Hilfskraft (Haushalts\Hilfe)
● darf ich Ihnen meine \Hilfe anbieten?; ich brauche deine \Hilfe!; dem Pferd \Hilfen geben beim Reiten auf das Pferd einwirken; wir haben seit einem Monat keine \Hilfe mehr, wieder eine \Hilfe; jmdm. \Hilfe leisten helfen; sein: der Junge ist mir schon eine große \Hilfe; dein Buch war mir eine gute \Hilfe (bei meiner Arbeit); \Hilfe stehen beim Geräteturnen danebenstehen u. notfalls etwas nachhelfen; seine \Hilfe verweigernärztliche \Hilfe; erste/Erste \Hilfe sofortiger Beistand bei Verletzungen, Unfällen; erste/Erste \Hilfe leisten; finanzielle, materielle \Hilfe; gegenseitige \Hilfe; \Hilfe suchend = hilfesuchendbei jmdm. \Hilfe suchen; das war \Hilfe in der Not; mit Gottes \Hilfe; mit \Hilfe / mithilfe einer Schnur usw.; mit fremder \Hilfe nicht allein; der Kranke kann jetzt ohne fremde \Hilfe gehen; jmdn. um \Hilfe bitten; um \Hilfe rufen, schreien; mit \Hilfe / mithilfe von Lehrbüchern; zu \Hilfe!; jmdm. zu \Hilfe eilen od. kommen; jmds. Gedächtnis zu \Hilfe kommen; einen Stock usw. zu \Hilfe nehmen; jmdn. zu \Hilfe rufen [→ helfen]

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Hịl|fe , die; -, -n [mhd. hilfe, ahd. hilfa, zu helfen]:
1.
a) das Helfen; das Tätigwerden zu jmds. Unterstützung:
nachbarliche, ärztliche, finanzielle H.;
er hat es geschafft ohne fremde H.;
H. für/(bes. schweiz.:) an behinderte Kinder;
die Töchter sind mir eine große H. (ersparen mir viel eigene Arbeit) im Haushalt;
diese Merksätze sind kleine -n (dienen als Stütze) für das Gedächtnis;
jmdm. H. (Beistand) leisten;
telefonisch H. herbeirufen (jmdn. zu Hilfe rufen);
sich H. suchend umschauen;
jmdm. beim Turnen -n (Hilfestellungen) geben;
jmdn. um H. bitten, angehen;
um H. rufen;
niemand kam dem Verunglückten zu H.;
(Ruf, mit dem eine Person zu verstehen gibt, dass sie od. jmd. anders sich in einer Notlage befindet, aus der sie bzw. dieser sich nicht allein befreien kann) [zu] H.!;
er nimmt beim Essen die Hände zu H.;
jmdn. zu H. rufen;
jmds. Gedächtnis zu H. kommen (nachhelfen);
Erste/erste H. (sofortige, vorläufige Hilfsmaßnahmen bei Unglücksfällen: Erste/erste H. leisten; ein Kurs in Erster/erster H.);
mit H. (1,2mithilfe);
b) finanzielle Unterstützung:
-n bereitstellen;
mit staatlicher H.;
den von dem Erdbeben Betroffenen wurde unbürokratische H. (von der öffentlichen Hand gewährte finanzielle Unterstützung, die um der Dringlichkeit willen nicht den üblichen Behördengang durchläuft) zuteil;
c) <meist Pl.> (Reiten) Übermittlung der Anweisungen des Reiters an das Pferd durch Schenkeldruck, Gewichtsverlagerung, Sporen, Zügel o. Ä.:
das Pferd reagierte auf die -n seines Reiters.
2. Hilfsmittel:
das Wörterbuch war mir eine gute H.
3. Person, die [im Haushalt] bei der Arbeit hilft; Hilfskraft:
eine H. suchen.

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Hilfe,
 
Abk. für Hilfefunktion. Der Befehl »Hilfe« (meist in seiner englischen Fassung »Help«) startet in befehlsorientierten Systemen die Hilfefunktion, mit der sich erläuternde Informationen erhalten lassen. Durch die Kombination mit einem bestimmten Befehl (z. B. »help cd«) wird die Hilfe zu diesem bestimmten Befehl angezeigt.
 
Der Menüpunkt »Hilfe« (oder »?«) in der Menüleiste von grafischen Benutzeroberflächen wie Windows ermöglicht ebenfalls den Start der Hilfefunktion. Das Tastenkürzel für den Aufruf der Hilfefunktion ist »F1«.

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Hịl|fe, die; -, -n [mhd. hilfe, ahd. hilfa, zu ↑helfen]: 1. a) das Helfen; das Tätigwerden zu jmds. Unterstützung: nachbarliche, ärztliche, finanzielle H.; Ihnen ... muss ich danken für die kundige H. (Lenz, Suleyken 44); er hat es geschafft ohne fremde H.; wie sehr er auf die freundschaftliche H. der Patronne angewiesen war (Kuby, Sieg 322); H. für/(bes. schweiz.:) an behinderte Kinder; die Töchter sind mir eine große H. (ersparen mir viel eigene Arbeit) im Haushalt; Wenn Sie mal meine H. brauchen sollten ..., Sie wissen, wo ich wohne (Andersch, Sansibar 30); ... dass er ihr selbstlos ... seine H. anbot (Musil, Mann 1059); diese Merksätze sind kleine -n (dienen als Stütze) für das Gedächtnis; jmdm. H. (Beistand) leisten; sie wollen H. zur Selbsthilfe leisten beim Anpflanzen von Bäumen (E + Z 7, 1981, 34); telefonisch H. herbeirufen (jmdn. zu Hilfe rufen); eine H. bringende Maßnahme; sich H. suchend umschauen; jmdm. beim Turnen -n (Hilfestellungen) geben; mit unserer H. hat er es geschafft; jmdn. um H. bitten, angehen; um H. rufen; jmdn. zu H. rufen; niemand kam dem Verunglückten zu H.; [zu] H.! (Ruf, mit dem jmd. zu verstehen gibt, dass er od. jmd. anders sich in einer Notlage befindet, aus der er bzw. dieser sich nicht allein befreien kann); er nimmt beim Essen die Hände zu H.; Falls Ihr Beauftragter mit der Störung ... nicht aufhört, sind wir entschlossen, die bewaffnete Macht gegen ihn zu H. zu nehmen (H. Mann, Stadt 141); jmds. Gedächtnis zu H. kommen (nachhelfen); *erste H. (Maßnahmen, die ein Laie sogleich an der Unfallstelle noch vor der ärztlichen Behandlung an dem Verunglückten durchführt): erste H. leisten; ein Kurs in erster H.; mit H. (↑mithilfe); b) finanzielle Unterstützung: -n bereitstellen; mit staatlicher H.; den von dem Erdbeben Betroffenen wurde unbürokratische H. (von der öffentlichen Hand gewährte finanzielle Unterstützung, die um der Dringlichkeit willen nicht den üblichen Behördengang durchläuft) zuteil; c) <meist Pl.> (Reiten) Übermittlung der Anweisungen des Reiters an das Pferd durch Schenkeldruck, Gewichtsverlagerung, Sporen, Zügel o. Ä.: Das Pferd ... zeigte mit lebhaftem Ohrenspiel, dass es konzentriert auf die Befehle seines Reiters - man nennt es -n - wartete (NZZ 21. 8. 83, 27). 2. Hilfsmittel: als die ... Verrichtungen der Zugarbeit (= am Webstuhl) durch mechanische -n ersetzt wurden (Kasack, Webstuhl 7). 3. Person, die [im Haushalt] bei der Arbeit hilft; Hilfskraft: Mittelbach konnte eine H. ins Haus nehmen, die ihm die Wirtschaft in Ordnung hielt (Bredel, Väter 131); vielleicht kann man auch eine H. nehmen, einen Mann, der die letzten Griffe tut (Waggerl, Brot 228).

Universal-Lexikon. 2012.

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